Das Europäische Parlament hat am 24. November 2009 das so genannte EU-Telekom-Reformpaket verabschiedet und damit auch Rahmenbedingungen für den Ausbau schneller und schnellster Netze für die Telekommunikation auf den Weg gebracht. Ziel war es beim gesamten Maßnahmen-Paket nach Angaben von Viviane Reding, der für Telekommunikation zuständigen EU-Kommissarin, einen „wirksamen Wettbewerb nach einheitlichen Spielregeln in allen 27 EU-Mitgliedstaaten“ zu schaffen.
Die EU-Telekom-Reform möchte unter anderem Wettbewerb und Investitionen beim Aufbau so genannter NGA-Netze fördern. NGA steht für «Next Generation Access» und damit etwa für neue Glasfasernetze oder aber drahtlose Funknetze zur Datenübertragung, die die Datenübertragung via Kupferkabel ablösen sollen. Der Ausbau dieser Netze ist und bleibt auch in Deutschland ein Spagat. Einerseits müssen die in den Netzausbau investierenden Unternehmen - in Deutschland ist dies vor allem die Deutsche Telekom - in der Lage sein, mit ihren Netzen eine ausreichend hohe Rendite zu erzielen, die als Anreiz für den Ausbau dient. Andererseits dürfen Preise für die Nutzung des Netzes für andere Telekommunikations-Anbieter nicht derart hoch sein, dass sie einen Wettbewerb behindern
