Skandinavien ist einer der Vorreiter bei der Entwicklung schnellster Netze für das mobile Internet. Mitte Januar berichteten Medien, dass das Unternehmen Teliasonera 2010 den Ausbau schnellster LTE-Netze in den 25 größten schwedischen und den vier größten norwegischen Städten plant. Technikpartner soll das Unternehmen Ericsson sein. Eben jenes Unternehmen Ericsson hat nun aber beim Vorgänger-Standard HSDPA insgesamt 84MB pro Sekunde im Datendownload realisiert. Macht der ältere dem neueren Standard den Durchbruch schwer?
HSDPA steht für «High Speed Downlink Packet Access» und ist ein Standard für UMTS-Mobilfunknetze. LTE (Long Term Evolution) ist ebenfalls ein Standard für Mobilfunknetze. Er gilt als HSDPA-Nachfolger mit noch schnelleren Datendownload-Geschwindigkeiten und soll den Einstieg in eine neue Generation von Mobilfunknetzen einläuten. Möglich werden sollen mobile Geschwindigkeiten von bis zu 100MB pro Sekunde. Kommerziell genutzte erste Netze in Skandinavien sind derzeit noch bescheidener: So hat der Anbieter Teliasonera mittlerweile LTE-Netze in Stockholm und Oslo etabliert, bei denen Geschwindigkeiten zwischen zwanzig und achtzig Megabyte pro Sekunde möglich sind.

Die mobilen Datenverbindungen von DREI in Schweden und Dänemark erreichen derzeit Geschwindigkeiten von 21 und teils 42 MB/sec. Das ist ein Beleg für die weite Entwicklung der beiden Länder beim mobilen Internet.