Djamshid Tavangarian ist Informatikprofessor an der Universität Rostock. Und vielleicht ist Djamshid Tavangarian auch ein Visionär. Unter seiner Leitung startet im Sommer 2010 ein Versuch. Dabei wird auf Teilstücken der Autobahnen A19 und A20 nahe Rostock über WLAN ein mobiler Internetzugang möglich. Das berichtet das Handelsblatt in seiner Ausgabe vom 12. März. Aus Tavangarians Sicht wird es in drei bis vier Jahren an allen deutschen Autobahnen derartige Internetzugänge geben. Zunächst geht es dabei vor allem um Verkehrssicherheit und -lenkung; aber die Industrie horcht bereits auf und wittert auch Chancen für bezahlte Dienste.
Djamshid Tavangarian nennt zwei mögliche Szenarien, bei denen der Internetzugang an der Autobahn sinnvoll zum Einsatz kommen könne. Einerseits bei Staus, bei denen Autofahrer noch besser frühzeitig gewarnt werden könnten. Andererseits bei Unfällen, bei denen etwa Notärzte mit Spezialärzten via Internet kommunizieren könnten, um Verletzten optimale Hilfe zu gewähren. Das Projekt wird sowohl vom Bund als auch vom Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt. Insgesamt wird es voraussichtlich etwa 500.000 Euro kosten. Ein ähnliches Projekt wie das jetzt in Deutschland geplante soll es bereits in Palo Alto (Kalifornien) geben.
