„Wachstumsmotor für die Telekommunikations- und Internetbranche“: So bezeichnet BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer das mobile Internet in einer Pressemitteilung des BITKOM (Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) vom fünften April 2010. Die Grundlage für die Einschätzung bilden die Ergebnisse einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Aris, die von BITKOM in Auftrag gegeben wurde. Ein zentrales Ergebnis: Mittlerweile geht fast jeder vierte Internetnutzer mobil ins Internet.
Die Ergebnisse bei den einzelnen Gruppen Befragter sind jedoch groß. Das zeigt sich besonders in den unterschiedlichen Altersschichten. Bei den Befragten im Alter bis dreißig Jahren nutzt immerhin etwa jeder Sechste sein Handy auch zum Surfen, während Befragte über 65 bisher so gut wie gar nicht mit dem Handy online gehen. Unterschiede zeigen sich auch bei den Geschlechtern. So nutzen bereits 25 Prozent der Männer Netbooks oder Laptops, um unterwegs zu surfen. Ihnen stehen fünfzehn Prozent der Frauen gegenüber. Smartphones werden dagegen etwas häufiger von Frauen fürs Surfen genutzt. Hier stehen elf Prozent der Frauen neun Prozent der Männer gegenüber.

Zu den Anbietern beim mobilen Internet gehören viele Unternehmen und Marken, die auch für DSL Angebote bekannt sind: 1&1, die Telekom, Vodafone und O2. Daneben gibt es andere Anbieter wie etwa Mobook oder Moobiair. Die Preise für mobile Datenflats beginnen bei 17,50 Euro und reichen bis zu knapp vierzig Euro im Monat. Wichtig ist die Verfügbarkeit des jeweiligen Netzes; auch wenn man Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 MB pro Sekunde bucht, surft man in Regionen bedeutend langsamer, in denen man das gebuchte UMTS/HSDPA-Netz erreicht.