Am 12. April begann in Mainz die Versteigerung von Frequenzen für den Mobilfunk. Der Bereich von etwa 800 Megahertz ist dabei derjenige Bereich, in der der neue Standard für mobiles Internet LTE realisiert werden soll. LTE steht für Long Term Evolution und damit für Geschwindigkeiten beim mobilen Internet, die vorerst wohl bis zu 100 MB/sec im Datendownload erreichen. Das Geschwindigkeitspotenzial dieses Standards ist jedoch weitaus höher. In den Medien findet man erste Behauptungen, dass mobiles Internet mit LTE sowohl DSL als auch Kabel Internet den Rang ablaufen könnte.
Die Entwicklung ist schon erstaunlich. Schließlich ist mobiles Internet erst vor einigen Jahren mit der Einführung der UMTS-Erweiterung HSDPA im Vergleich zu DSL konkurrenzfähig geworden. Mit HSDPA surft man derzeit in der Regel bis zu 7,2 Megabyte pro Sekunde schnell. Das ist mit normalem DSL durchaus vergleichbar, aber die Geschwindigkeit liegt noch deutlich unter ADSL (16 Megabyte) oder VDSL (derzeit 25 oder 50 Megabyte). Noch schneller sind die schnellsten gängigen Kabel-Internet-Geschwindigkeiten. Mit LTE könnte sich mobiles Internet weit nach vorne katapultieren.

Ob mobiles Internet das Internet via Kabel (schnellstes VDSL oder Kabel Internet) tatsächlich verdrängt, wird wohl auch von der Schnelligkeit im Ausbau der jeweiligen Netze abhängen. Wie war das: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben? Das könnte auch für den Breitbandmarkt in Deutschland gelten.