Lange Zeit wurde um die so genannten Schaltverteiler gerungen. Die Bundesnetzagentur machte der Telekom zur Auflage, sie verstärkt einzurichten und der Konkurrenz zur Verfügung zu stellen. Die Telekom klagte daraufhin und verlor. Jetzt wurde der erste der Schaltverteiler aufgestellt und an die Konkurrenz übergeben. Schaltverteiler vereinfachen den Zugang zum Endkunden und sind daher wichtige Technik, um die Versorgung bisher mit DSL unterversorgter Regionen in Deutschland voranzutreiben.
Standort des ersten an die Konkurrenz übergebenen Schaltverteilers ist Düren Echtz zwischen Köln und Aachen in Nordrhein Westfalen. Durch Schaltverteiler wird die Verbindung zwischen den Netzen der Telekom-Konkurrenz und den DSL-Kunden teils deutlich kürzer. Und je kürzer die Wege der DSL-Netze sind, desto größer wird die realisierbare DSL Geschwindigkeit. Das bedeutet: Die bisher mit DSL-Technik unterversorgten Regionen können von der Konkurrenz jetzt einfacher mit Breitbandinternet versorgt werden. Mit der Einrichtung von Schaltverteilern, die von der Konkurrenz genutzt werden können, erfüllt die Telekom eine Auflage der Bundesnetzagentur (deutsche Regulierungsbehörde) aus dem März 2009. Der Branchenriese hatte zwar versucht, mit einer Klage gegen die Auflage anzugehen. Sie war jedoch im November 2009 vor dem Verwaltungsgericht in Köln gescheitert.
