Die jüngste Versteigerung frei gewordener Frequenzen für den Mobilfunk hat Wege für eine flächendeckende Versorgung Deutschlands mit schnellem Internet frei gemacht. Zugleich bietet sie Raum für den Ausbau schnellster mobiler LTE-Verbindungen mit Datendownload-Geschwindigkeiten von bis zu einhundert Megabyte pro Sekunde. Eigentlich sind das beste Voraussetzungen, um mobiles Internet zur attraktiven DSL-Alternative zu machen. Es bleibt allerdings ein großes Handicap, das den Namen Fair Flat trägt.
Alle Anbieter für mobiles Internet in Deutschland bauen auf die so genannten Fair Flat - Tarife. Ihr Prinzip ist einfach: Wie bei Flatrate-Tarifen üblich, zahlt man beispielsweise einmal monatlich einen Pauschalbetrag und muss anschließend keine zusätzlichen Kosten für den Internetzugang fürchten. Bei den Fair Flat - Tarifen der großen Anbieter hat die Sache allerdings einen Haken. Die gebuchte maximale Datendownload-Geschwindigkeit von beispielsweise 7,2 Megabyte pro Sekunde gilt nur bis zu einer Obergrenze der über mobiles Internet herunter geladenen Datenmenge innerhalb des jeweiligen Monats. Anschließend wird die Geschwindigkeit deutlich gedrosselt. Die Obergrenze liegt in der Regel bei fünf Gigabyte. Anschließend wird die maximal erreichbare Geschwindigkeit im Datendownload beispielsweise auf 64 kbit pro Sekunde gesenkt. Für einen an DSL gewöhnten Internetnutzer ist das Steinzeitniveau, selbst wenn er beim DSL-Anschluss vielleicht nur mit einer Maximalgeschwindigkeit von einem Megabyte pro Sekunde surft.

Weitere Informationen zu Fair Flats für mobiles Internet auf DSLWEB.