Die Telefonverbindung wie auch die Internetverbindung zwischen Kontinenten wie Europa und Amerika beruht auf Kabelnetzen, die zu einem guten Teil unter Wasser verlaufen und besonderen Bedrohungen ausgesetzt sind. Das berichtete die Onlineausgabe der Zeitung „Welt“ am neunzehnten Mai unter Berufung auf einen Bericht des amerikanischen Instituts der Elektro- und Elektronik-Ingenieure (IEEE). Aus Sicht der Autoren sollte ein Gremium die Arbeiten der Unterwasser-Kabelindustrie koordinieren. Die auf dem Markt agierenden Betriebe scheinen der Idee aber nur bedingt aufgeschlossen gegenüberzustehen.
Laut Alan Mauldin vom Marktforschungsinstitut Telegeography Research sollen insgesamt 99 Prozent der Telefon- und Internetverbindungen zwischen verschiedenen Kontinenten auf Kabeln unter Wasser beruhen. Diese Kabel werden bisweilen etwa durch Fischernetze oder Anker zerstört. Sabotage und Diebstahl kommen ebenfalls vor. Die Kabel enthalten Materialien, die sich gut verkaufen lassen. Aus diesem Grund wurde etwa - so Welt Online - ein Kabel zwischen Kenia und den Vereinigten Arabischen Emiraten «VAE) um 200 Meilen in Richtung Osten verschoben, um es besser vor Piraten aus Somalia zu schützen.
