Ein effizienter Umgang mit dem eigenen Kapital soll Grund für die im Vergleich mit Mitbewerbern wie Unitymedia und Kabel BW relativ geringe Kabelnetzdichte bei Kabel Deutschland sein. Das erklärte der Vorsitzende des Unternehmens, Dr. Adrian von Hammerstein, im Rahmen der Handelsblatt Jahrestagung "Telekommarkt Europa". Kabel Deutschland wirkte oftmals inaktiver als die kleineren Konkurrenten bei Innovationen, was vielleicht auch auf die Größe des Verbreitungsgebiets zurückzuführen ist. Immerhin: Noch in diesem Jahr sollen vierzehn Städte im Verbreitungsgebiet von Kabel Deutschland an ein Netz mit bis zu 100 Megabyte pro Sekunde im Datendownload angeschlossen werden.
Kabel Deutschland versorgt im Vergleich zu seinen Konkurrenten Kabel BW und Unitymedia das mit Abstand größte Gebiet in Deutschland mit TV, Internet und Telefon via TV-Kabel. Während Kabel BW alleine in Baden-Württemberg agiert und Unitymedia die Bundesländer Hessen und Nordrhein-Westfalen versorgt, hat Kabel Deutschland die Versorgung aller anderen Bundesländer übernommen. Mögliche Ausbaupläne fürs komplette Kabelnetz nehmen daher schnell deutlich größere Dimensionen an als bei den Konkurrenten. Vielleicht ist daher auch die Größe ein Grund für eine eher zögerlich wirkende Strategie bei Kabel Deutschland. Während Unitymedia und Kabel BW immer wieder in der Presse verbreiten, diese oder jene Ortschaft ans schnelle Kabelnetz angeschlossen zu haben, hat man solche Nachrichten bei Kabel Deutschland in der Vergangenheit eher selten gelesen.

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