72 Prozent der deutschsprachigen Wohnbevölkerung in Deutschland ab 14 Jahre sind mittlerweile im Internet. Das berichtet die Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung (AGOF) in ihren „internet facts 2010-I“. 74,4 Prozent der Internetnutzer sind bereits seit mehr als drei Jahren online. Das sagt die Studie auch aus. Und sie hält noch mehr interessante Fakten über Internetnutzer bereit.
Einige der Fakten sind kaum überraschend: So hatten die Befragten in den Altersgruppen «14-19», «20-29», «30-39» und «40-49» jeweils einen höheren Anteil an der Gruppe der Internetnutzer als an der Gesamtbevölkerung. Ab der Altersgruppe «50-59» beginnt sich das Verhältnis allerdings umzukehren. Daneben wird ein Gefälle der Internetnutzung in Bezug auf die Schulbildung deutlich: Während etwa Menschen mit keinem oder einem Abschluss der Hauptschule laut «internet facts» 44,2 Prozent der Gesamtbevölkerung stellen, aber nur knapp über 34 Prozent der Internetnutzer, kehrt sich das Verhältnis bei den Menschen mit Hochschulreife um. Sie bilden 27,3 Prozent der Gesamtbevölkerung und stellen ebenfalls knapp über 34 Prozent der Internetnutzer. Diese Zahlen stärken die These der so genannten Digitalen Kluft. Sie geht davon aus, dass die Chance auf einen Internetzugang ungleich verteilt und abhängig von sozialen Faktoren ist.
