Die Universität Münster ist Standort der ersten Forschungsstelle für mobiles Breitband in Deutschland. Am siebten Juli 2010 wurde diese Forschungsstelle feierlich eröffnet. Hier soll in Zukunft beispielsweise die Frage beantwortet werden, wie die Chancen auf Realisierung eines deutschlandweiten Ausbaus von schnellem mobilem Breitband stehen. Finanzielle Unterstützung erhält die Forschungsstelle von der E-Plus-Gruppe. Sie ist eines der vier Unternehmen, die zuletzt im Rahmen der Frequenzversteigerung durch die Bundesnetzagentur zusätzliche Mobilfunkfrequenzen erworben hatten.
Neben der Frage nach der Realisierbarkeit eines flächendeckenden mobilen Breitbandnetzes stehen weitere Fragen im Vordergrund: Zu ihnen gehört die Frage nach der Wirkung der Frequenzversteigerung auf den Markt und nach den zukünftig dominierenden Unternehmen im Wettbewerb um Marktanteile beim mobilen Internet. All das dürften Fragen sein, die auch den Geldgeber E-Plus brennend interessieren. Die Forschungsstelle selbst sieht sich in einer Beraterfunktion und möchte durch ein «aktives Begleiten» der Entwicklung von mobilem Internet «einen wertvollen Beitrag für Wirtschaft und Politik leisten». Mit diesen Worten wird Dr. Bernd Holznagel in der Pressemitteilung der Universität Münster zitiert. Er leitet das Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (ITM), an das die Forschungsstelle angegliedert ist. Geschäftsführer der Forschungsstelle ist Dr. Bernd Sörries, der als anerkannter Experte für den Mobilfunkmarkt gilt.
