Wer stehen bleibt, verliert! Solch ein Satz mag auf vielen Märkten gelten, aber vielleicht gilt er in einem derart hart umkämpften Umfeld wie dem deutschen Markt für Breitband-Internet und verwandte Produkte ganz besonders. Dies mag einer der Gründe sein, warum Vodafone den Ausbau schneller LTE-Verbindungen im mobilen Internet vorantreiben möchte und voraussichtlich bereits Ende des Jahres mit seinem eigenen Internet-Fernsehangebot (IPTV) herauskommt.
IPTV ist für Vodafone allerdings nichts wirklich Neues: Als das Unternehmen 2008 den Anbieter Arcor komplett übernahm, war auch Arcor Digital TV mit im übernommenen Unternehmenspaket. Als Vodafone die Marke Arcor dann jedoch 2009 vom Markt nahm, starb auch die Vermarktung dieses IPTV-Angebots. Eine ernsthafte Konkurrenz zu T-Home Entertain von der Telekom ist es nie gewesen. Mit dem geplanten neuen Angebot möchte Vodafone es nun nochmals probieren und die Messlatte wird hoch angesetzt. Etwa 3,8 Millionen DSL-Kunden hat das Unternehmen aktuell und diese Zahl peilt Vodafone auch für sein IPTV-Angebot an. Einfach dürfte das nicht werden. Die Telekom pumpt bereits seit einer ganzen Weile Geld in Werbekampagnen für sein T-Home Entertain IPTV und kommt mittlerweile «erst» auf 1,2 Millionen Kunden.
Ein anderes Feld, auf dem Vodafone seine Aktivitäten ausbaut, ist schnelles mobiles Internet mit LTE-Technologie. Bis Mitte 2011 möchte das Unternehmen den Regionen Deutschlands, die bisher noch keine Anschlussmöglichkeit ans Breitbandinternet besitzen, einen schnellen Zugang zum Internet bieten. In ländlichen Regionen sollen Geschwindigkeiten von fünf Megabyte pro Sekunde realisiert werden. In Städten soll die mobile Verbindung noch weitaus schneller werden: Vodafone peilt hier siebzig Megabyte pro Sekunde fürs mobile Internet an.
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