Das Thema Breitband-Universaldienst ist weiter in der Diskussion. Aktuell hat die Partei Bündnis90/Die Grünen die von ihr in Auftrag gegebene Studie „Universaldienstverpflichtung für flächendeckenden Breitbandzugang in Deutschland“ veröffentlicht. Durchgeführt wurde die Studie von der Universität Münster und der Gesellschaft DIW econ, die zum Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung gehört. Die Autoren der Studie sprechen sich für eine Verpflichtung aus, aber der Widerstand der Verbände ist weiterhin groß.
Eine mögliche Universalverpflichtung bedeutet, dass die Anbieter von Internetanschlüssen zukünftig jedem Haushalt in Deutschland einen Breitbandanschluss mit einer bestimmten Mindest-Geschwindigkeit im Datendownload bereitstellen müssen. Die Studienautoren befürworten diese Verpflichtung aus volkswirtschaftlicher Sicht und halten sie rechtlich für realisierbar. Sie bezifferten die Kosten für einen flächendeckende Anbindung aller Haushalte mit mindestens zwei Megabit pro Sekunde ans Internet auf 1,05 Milliarden Euro. Innerhalb von fünf Jahren entsteht so erst einmal ein Verlust von 41 Millionen Euro im Jahr, wobei nach Abschluss des LTE-Ausbaus Gesamtkosten von 540 Millionen Euro beziehungsweise ein jährlicher Verlust von 17 Millionen Euro übrig bleiben, analysieren die Studienautoren. Deutlich für die flächendeckende Breitbandversorgung spricht aus Sicht der Autoren der von ihnen errechnete Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um fünf bis acht Milliarden Euro durch die Komplettversorgung.

Hier geht es zur Studie «Universaldienstverpflichtung für flächendeckenden Breitbandzugang in Deutschland» zum Thema Breitband-Universaldienst.